Win – Win – Situation oder wer nutzt wen aus?: Bilateralismus und Spieltheorie in der Fahrschule

28. September 2018 3 Von Simon

Bist Du eher der schweigsame und nachdenkliche Typ und ärgerst Dich, da Du ausgenutzt wirst?
Vor allem die Schweigsamen sollten immer einen Dritten Interessierten in das Gespräch mit einschließen.

Empfehlungen für den benachteiligten unkommunikativeren Fahrschüler:

– Fahrstunden parallel zu den Theoriestunden nehmen und sich mit den anderen Schülern beim unterricht über die Praxisstunden austauschen.
– Fahrstunden bei unterschiedlichen Fahrlehrern nehmen und über die anderen Fahrlehrer/-schulen erzählen (positives als auch negatives).
– Fahrstunden Dokumentieren (/) oder mit Diktiergerät/Kamera aufnehmen wollen. Positives und Negatives im Internet veröffentlichen.

ist wichtig! Kommuniziere mehr(!) Deinen Standpunkt an mehr(!) interessierte Leute.

 

Fahrschulen sind hauptsächlich in einem Lehrer – Schüler – Verhältnis aufgebaut. Nachdem der Theorieunterricht in der Gruppe erfolgreich beendet ist, sehen Fahrschüler die anderen Fahrschüler selten wieder. Dann finden im Auto im intimen bilateralen Lehrer – Schüler – Verhältnis statt. Die meisten Fahrschüler besuchen eine Fahrschule nur einmal im Leben. Schüler sind klassischerweise jünger, ruhiger und unerfahrener. Die meisten sind unter zwanzig Jahre alt.

Der erfolgreiche Fahrlehrer ist ein Geschäftsmann. Er kann seine Lebens- und Lehrerfahrung nun für zweierlei Geschäftsmodelle einsetzen.

1) Unterstützung des Lernerfolges des Schülers so gut es geht, damit er schnell seinen Schein bekommt. Dafür bezahlt er weniger Stunden. Der Fahrlehrer bekommt weniger Geld. Aber er bekommt mehr Kunden, wenn sich diese Methode rumspricht.

2) Bremsen des Lernerfolges des Schülers, damit er lange für seinen Schein braucht. Dafür bezahlt er mehr Stunden. Der Fahrlehrer bekommt mehr Geld. Aber er bekommt weniger Kunden, wenn sich diese Methode rumspricht.

Der Lehrer hat eigentlich immer einen , wenn er nicht gerade die erste Fahrstunde gibt. Der erfahrene Lehrer kann seine Schüler schnell und weiß welche Methode er als Geschäftsmann bei welchem Schüler anzuwenden hat. Und er weiß: Ein und der selbe Schüler wird in den meisten Fällen nach erfolgreicher Prüfung nicht wiederkehren.
(Konzept der : mit assymetrischer Information)

Der Kommunikativere Schülertyp erzählt mehr von seinen Erfahrungen in der Fahrschule. Er sollte schnell zur Fahrprüfung gebracht werden. Er wird mehr über die schalldichte Autokarosserie hinaus von seinen Fahrstunden erzählen und hören. Er weiß besser, ob er Prüfungsbereit ist oder nicht. Er ist er vom Fahrlehrer. Wenn er nur positives zu berichten hat und es erzählt, ist das gut für das Geschäft.
Der unkommunikativere Schüler erzählt weniger von seinen Erfahrungen in der Fahrschule. Er sollte lange am Lenkrad gehalten werden. Er wird weniger über seinen Fahrstunden erzählen und hören, die ein dritter im Auto so schlecht beobachten kann. Er weiß schlechter, ob er Prüfungsbereit ist oder nicht. Er ist abhängiger vom Fahrlehrer. Wenn er nur negatives zu berichten hat es aber niemanden erzählt, ist das gut für das Geschäft.

Gemessen am Geld pro Zeit und Lernerfolg pro Zeit gilt dann:

Eine Win – Win – Situation ist die Beziehung zwischen Lehrer und kommunikativeren Schüler, da der kommunikativere Schüler Positives weitererzählt.
Eine Win – lose – Situation ist die Beziehung zwischen Lehrer und kommunikativeren Schüler nicht.
Eine Win – Win – Situation ist die Beziehung zwischen Lehrer und unkommunikativeren Schüler nicht.
Eine Win – Lose – Situation ist die Beziehung zwischen Lehrer und unkommunikativeren Schüler, da der unkommunikativere Schüler Negatives nicht weitererzählt und wenn er in der Fahrschule bleibt.
„Eine Lose – Lose Situation entsteht, wenn die Fahrschule gegen den Baum fährt.“

Der Lehrer verliert nur dann, wenn er seinen Schüler falsch einschätzt, also nicht erfahren ist und seine ersten Fahrstunden gibt.
Der kommunikativere Schüler kann nicht verlieren.
Der unkommunikativere Schüler verliert.

Kommuniziere mehr(!) Deinen Standpunkt an mehr(!) interessierte Leute.

Und jetzt darfst Du dreimal raten warum so viele Lehrer – Schüler – Verhältnisse in Dtl. staatlich finanziert werden.